Herzlich Willkommen!

Ab jetzt finden hier alles rund um die Ausstellungsreihe „Kunst & Kultur im Kreishaus“. In einer Videobotschaft stellt Landrat Michael Lieber Ihnen „fast persönlich“ die bisherigen Ausstellungstätigkeiten vor und erinnert sich wie Kunst in der Kreisverwaltung seinen Anfang nahm…

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Stöbern durch die vielen Texte und Fotos zu den Ausstellungen der Vorjahre sowie den zugehörigen Informationen zu den Künstlern.

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Von der Eisengewinnung bis zur Selbstliebe – Ausstellungseröffnung in der Kreisverwaltung

Rund 40 kulturinteressierte Gäste konnte Kreisbeigeordneter Klaus Schneider stellvertretend für Landrat Michael Lieber am vergangenen Donnerstag in der Kreisverwaltung Altenkirchen anlässlich der Ausstellungseröffnung von Kunstwerken auf Stahl von Patricia Vogler und Ursula Paul begrüßen.

Patricia Vogler, Kreisbeigeordneter Klaus Schneider, Ursula Paul (v.l.n.r.)

Der Titel der Ausstellung lautet „Von der Eisengewinnung bis zur Selbstliebe – Werkstoff Stahl in Kunst und Region“ und trifft damit gleichzeitig auf „räumlicher“ Ebene genau das Konzept. „Beide Künstlerinnen gestalten ihre Werke auf dem Untergrund Stahl, der auch für den Landkreis Altenkirchen als ehemaliger Montanindustrie-Kreis und aktuelle Metall-Region prägend ist.“, stellte Kreisbeigeordneter Klaus Schneider fest.

Künstlerin Patricia Vogler führte die Ausstellungsbesucher thematisch in die Werke ein und beleuchtete den nicht zwangsläufig auf den ersten Blick erkennbaren Zusammenhang zwischen „Liebe“ und „Stahl“. Beide, so Vogler, seien „Klebstoffe“: Die Liebe als „Garant für ein friedliches Miteinander“ in der Gemeinschaft und der Stahl als „Klebstoff der Moderne“, bedeutender Werkstoff im Zuge der Industrialisierung und des Fortschritts. Mit den Werken – die die beiden Künstlerinnen nach der Meditation, im gedankenleeren Zustand kreieren – möchten Vogler und Paul „die beiden Stoffe, diese beiden Konzepte miteinander verbinden“, so Vogler.

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Von der Eisengewinnung bis zur Selbstliebe – Werkstoff Stahl in Kunst und Region

Ab dem 6. April ist es wieder soweit: Die beliebte Ausstellungsreihe „Kunst und Kultur im Kreishaus“ wird von den beiden Künstlerinnen Patricia Vogler und Ursula Paul aus Wiesbaden mit ihren Kunstwerken auf Stahl fortgesetzt.

Als Titel für die Ausstellung haben sie „Von der Eisengewinnung bis zur Selbstliebe – Werkstoff Stahl in Kunst und Region“ gewählt, der mehrdeutig zu interpretieren ist und gleichzeitig auf „räumlicher“ Ebene genau das Konzept trifft. Beide Künstlerinnen gestalten ihre Werke auf dem Untergrund Stahl, der auch für den Landkreis Altenkirchen als ehemaliger Montanindustrie-Kreis und aktuelle Metall-Region prägend ist.

Dazu sind die kraftvollen Kunstwerke unter dem Begriff Selbstliebe zusammengefasst. So wie die Liebe die Grundlage der Sozialisation ist, ist der Stahl die Grundlage der modernen Zivilisation. Stahl, das kalte Metall hat heiße Gemeinsamkeiten mit der Liebe. Stahl wird unter hohen Temperaturen aus Eisen erzeugt, verbindet sich mit anderen Elementen zu Neuem. Er ist ein Synonym der Industrialisierung, der in den Bildern bewusst mit der Liebe zu sich selbst verknüpft wird.

Dazu hat der Kreisarchivar aus Altenkirchen, Jacek Swiderski ergänzend Text-Tafeln erarbeitet, auf denen zwischen den Kunstwerken u. a. eine Darstellung über die zeitlichen Abläufe der Bergbaugeschichte sowie ein Überblick über die verschiedene Stationen und Akteure der Eisengewinnung im Kreis Altenkirchen dargestellt wird. So verweben sich die „Kunst auf Stahl“ mit der Bedeutung des Stahls für die Region und bilden einen guten Einklang.

Beide Künstlerinnen sind seit vielen Jahren freie Malerinnen. Patricia Vogler, Jahrgang 1964, war an der Abendschule der Städelschule für Bildende Kunst. Sie hat in Frankfurt an der Academy of Visual Arts und in Sydney am Raffles College of Design and Commerce Multimedia Design studiert. Sie arbeitet im Marketing und ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet. Ursula Paul leitet engagiert die Online Galerie „Kunstvertrieb mit Herz“. Sie schätzt und liebt die Natur leidenschaftlich und fühlt sich wohl in ihrer freudvollen Welt der natürlichen Farben.

Zusammen entwickelten die beiden Künstlerinnen den Malstil „form signs intuitive“. Dieser Begriff umfasst Malerei, die zweckorientiert ist und der Intuition des Künstlers folgt. Das Bild soll beim Betrachter Impulse auslösen: Neugier, Wohlbefinden, Spiegelung des psychischen Zustands, Interpretation, Aktivierung der Selbstheilungskräfte. Zum Entstehungsprozess gehört die Vorbereitung grundsätzlich dazu. Patricia Vogler verbindet sich gezielt durch Meditation mit dem Zweck oder der Person. Diese „participation mystique“ erlaubt einen Zugang zu Informationen, die in Form und Farbe künstlerisch und einzigartig umgesetzt werden. Die visuelle Kommunikation funktioniert klarer, unbewusster und individueller als Sprache. Das Wahrnehmen und Erkennen besteht aus zwei Komponenten: objektiv und subjektiv. Wo Bedarf, Bereitschaft und Offenheit ist, wird vorsichtig und umsichtig ein Prozess ausgelöst.

Die Ausstellung wird vom 6. April bis zum 19. Mai 2017 in den Fluren im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss des Altbaus der Kreisverwaltung Altenkirchen, Parkstraße 1, 57610 Altenkirchen gezeigt und kann während der Öffnungszeiten besucht werden.

Diese sind: Montag bis Mittwoch von 7.30 bis 17.30 Uhr, Donnerstag von 7.30 bis 18.00 Uhr und Freitag 7.30 bis 13.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die Vernissage findet am 6. April, um 19 Uhr in der Kreisverwaltung Altenkirchen statt. Interessierte sind herzlich eingeladen. Die Anmeldung kann per E-Mail an annemarie.schmalz@kreis-ak.de oder telefonisch unter 0 26 81- 81 20 36 erfolgen.

 

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Kunst und Kultur im Kreishaus Altenkirchen Ausstellungsreihe wird fortgesetzt – drei Ausstellungen im Jahresverlauf geplant

Im vergangenen Jubiläumsjahr des Kreises standen die Ausstellungsaktivitäten ganz im Zeichen des weltberühmten Fotografen August Sander. Mit einigen tausend Besuchern und einem umfangreichen Rahmenprogramm wurde die Fotoschau zu Ehren des bekannten Sohnes des Kreises ein großer Erfolg. Daran anschließend wird „Kunst und Kultur im Kreishaus“ in Kürze fortgesetzt.

Drei Ausstellungen sind in diesem Jahr geplant. Sie reichen von „Kunst auf Stahl“ über die Gemeinschaftsausstellung von Arnold Morkramer (Plastik) und Gerhard Junglas (Fotografie) bis hin zu Federzeichnungen von Werner Engelbert, die als Sammlung ans Kreisarchiv übergeben wurden.

Patricia Vogler und Ursula Paul aus Wiesbaden starten ab 6. April mit ihren Kunstwerken auf Stahl. Als Titel für die Ausstellung haben sie „Von der Eisengewinnung bis zur Selbstliebe – Werkstoff Stahl in Kunst und Region“ gewählt, der mehrdeutig zu interpretieren ist und gleichzeitig auf „räumlicher“ Ebene genau das Konzept trifft. Beide Künstlerinnen gestalten ihre Werke auf dem Untergrund Stahl, der auch für den Landkreis Altenkirchen als ehemaliger Montanindustrie-Kreis und aktuelle Metall-Region prägend ist. Dazu sind die kraftvollen Kunstwerke unter dem Begriff Selbstliebe zusammengefasst. So wie die Liebe die Grundlage der Sozialisation ist, ist der Stahl die Grundlage der modernen Zivilisation. Stahl, das kalte Metall hat heiße Gemeinsamkeiten mit der Liebe. Stahl wird unter hohen Temperaturen aus Eisen erzeugt, verbindet sich mit anderen Elementen zu Neuem. Er ist ein Synonym der Industrialisierung, der in den Bildern bewusst mit der Liebe zu sich selbst verknüpft wird.

Vom  7. September bis 27. Oktober geht es dann mit einem regional bekannten, männlichen Duo weiter: Arnold Morkramer (Plastik) und Gerhard Junglas (Fotografie). Beide Künstler sind von der Nachkriegszeit geprägt, beide vereinen inhaltliche Positionen, beide verstehen sich als späte rheinische Expressionisten und setzten sich mit Themen auseinander, die das Leben mit sich bringt. Sie gehen mit ihren Werken auf den Grund des Sujets; dabei folgen Sie dem Grundsatz, dass die Kunst Fragen stellt aber keine Antworten gibt. In der nun geplanten Ausstellung setzen sie den Schwerpunkt auf „Hauptsächlich Nebensachen“.

Zum Ende des Jahres, ab dem 29. November, zeigt die Kreisverwaltung Bilder aus dem Kreisarchiv. Der erst kürzlich im Januar verstorbene Werner Engelbert aus Waldbröl verewigte in filigranen Tusche-Federzeichnungen markante Gebäude und Kulturdenkmale aus dem gesamten Kreisgebiet und übergab seine Werke als Sammlung an das Kreisarchiv. Dieses möchte die Federzeichnungen für die Öffentlichkeit zugänglich machen und dem verstorbenen Künstler damit ein Andenken wahren.

Ursula Paul und Patricia Vogler

Selbstliebe P078 (Werk von Ursula Paul)

Selbstliebe V80 (Werk von Patricia Vogler)

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August Sander Ausstellung vom 30. April bis 30. September 2016 im Kreishaus

„Der Westerwald im Spiegel der Zeit“ lautete der Titel der Ausstellung der Kreisverwaltung Altenkirchen in Zusammenarbeit mit der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln und freundlicher Unterstützung der Sparkasse Westerwald-Sieg.

Nach der erfolgreichen August Sander Ausstellung mit dem Titel Menschen und Landschaften zwischen Sieg und Westerwald im Jahr 2008 in Kooperation mit der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln waren erneut 136 Ausstellungsstücke des gebürtigen Herdorfer Photographen August Sander anlässlich des 200 jährigen Kreisjubiläums vom 30. April bis zum 30. September 2016, im Kreishaus Altenkirchen zu sehen.

Wie ansonsten nur Friedrich Wilhelm Raiffeisen steht August Sander als einer der bekanntesten Söhne der Region für die Identität des Kreises.

Immer wieder führte es den gebürtigen Herdorfer Photographen August Sander (1876-1964) in den Westerwald zurück, in ein Stück seiner Heimat, das er mit besonderer Hingabe zu portraitieren wusste. Seit 1911 in Köln ansässig und schon zu dieser Zeit zu hohem Ansehen in der Welt der Kunst und Photographie gelangt, unternahm er viele Kurzreisenin die dörflichen Gemeinden um Altenkirchen. Dort traf er auf zahlreiche Familien, die seine photographische Arbeit besonders schätzten und für die Sander Portraitaufnahmen fertigte. Aber auch viele typische Orts- und Landschaftsaufnahmen sind in seinem heute so berühmten Werk zu finden, die eindrückliche Ansichten aus der jüngsten Vergangenheit liefern.

Die Ausstellung wurde von einem bunten Rahmenprogramm begleitet.

Insgesamt wurden 11 zusätzliche Veranstaltungen (Kulturfahrten, eine Lesung, Vorträge, Workshops für Erwachsene und Kinder und Jugendliche, etc.) sowie öffentliche Führungen an den Sonntagen und Gruppenführungen nach terminlicher Abstimmung angeboten.

Flyer zum Rahmenprogramm

Begleitend zur Ausstellung erschien ein Ausstellungskatalog, der 72 Seiten mit 51 Fotografien, ein Vorwort von Dr. Andreas Reingen und Landrat Michael Lieber, eine Einführung von Gabriele Conrath-Scholl sowie zwei Beiträge von Prof. Hanns-Josef Ortheil umfasst.

 

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Ulrich Summerer – „Farben – meine Wegbegleiter“ Ausstellungsjahr „Kunst und Kultur im Kreishaus“ 2015 wird mit Malerei und Grafik fortgeführt

Die Reihe „Kunst und Kultur im Kreishaus“ wurde im Jahr 2015 abgerundet durch die Ausstellung „Farben – meine Wegbegleiter“ des in Stuttgart geborenen und in Flammersfeld lebenden Künstlers Ulrich Summerer.

Ab dem 12. November 2015 bis 15. Januar 2016 lag der Fokus nach den bereits in diesem Jahr gezeigten schwarzweiß Fotografien von Peter Weller auf farbintensiver Malerei und Grafik.

Der seit seiner Jugend künstlerisch tätige Ulrich Summerer wird bei seiner Arbeit vor allem vom Impressionismus, der Klassischen Moderne und dem Bauhaus inspiriert.

In den vergangenen 40 Jahren konzentrierte er sich dabei zunehmend auf die Ölmalerei, fasziniert von dem Universalen der Farben.

Dabei steht nicht die unmittelbare Reproduktion der realen Welt im Fokus, sondern die individuelle bildnerische Aussage. Summerers Bilder haben nichts Endgültiges, sondern wollen offen bleiben für den Dialog mit dem Betrachtenden.

Die Vernissage fand am Donnerstag, 12. November um 19.00 Uhr im Foyer der Kreisverwaltung statt.

Neben Landrat Michael Lieber sprach die Kommunikationsdesignerin und Tochter des Künstlers Sybille Summerer, die zu diesem Anlass aus Frankreich anreiste.

Ein Ensemble der Kreismusikschule Altenkirchen gestaltete den Abend musikalisch.

 

 

 

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„Im Land der Erzgruben, Eisenhütten und Hauberge“ Ausstellung des verstorbenen Fotografen Peter Weller in der Kreisverwaltung eröffnet

Rund 80 kulturinteressierte Gäste konnte Landrat Michael Lieber in der Kreisverwaltung Altenkirchen anlässlich der Ausstellungseröffnung von Fotografien des Fotografen Peter Weller begrüßen.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kunst und Kultur im Kreishaus“ konnten damit aufgrund einer kreis- und länderübergreifenden Kooperation insgesamt 70 Fotografien des verstorbenen Fotografen gezeigt werden. „Im Land der Erzgruben, Eisenhütten und Hauberge“ lautete der Titel der Ausstellung, die die Kreisverwaltung Dank der Leihgabe des Siegerländer Heimat- und Geschichtsvereins e. V. präsentieren konnte.

Peter Weller, geboren 1868 in Hommelsberg, gestorben 1940 in Düsseldorf, begann als Haldenjunge auf der Grube Bindweide bei Steinebach. Um 1900 wurde die Fotografie sein Hobby, wobei er sich vor allem für die Menschen an der Sieg und ihre tägliche schwere Arbeit interessierte. Die Bilder von den alten Erzgruben und Eisenhütten, von der Arbeit der Bergleute unter Tage und dem Einsatz der Frauen, der so genannten Erzengel, vor dem Röstofen und an der Sortieranlage, von den Haubergen und der kleinbäuerlichen Landwirtschaft sind heute wichtige Dokumente der Siegerländer Wirtschaftsgeschichte des späten 19. und frühem 20. Jahrhunderts.

„Wenn wir wissen wollen, wie wir wurden, was wir sind, müssen wir zurückblicken. Wenn wir die Gegenwart verstehen wollen, müssen wir Kenntnisse von der Vergangenheit haben. Und nur so können wir dann auch die Zukunft bewältigen“, so Landrat Lieber zur fotografisch dokumentierten Regionalgeschichte Peter Wellers. „Insbesondere vor dem Hintergrund des 200-jährigen Kreisjubiläums, welches des Landkreis Altenkirchen im kommenden Jahr feiern wird, ist die Ausstellung dieser Fotografien als Einstimmung wunderbar geeignet, sich mit dem Leben und Arbeiten der damaligen Generationen zu beschäftigen.“, so der Landrat weiter.

Laudator Dr. Thomas Bartolosch führte die Ausstellungsbesucher thematisch in Wellers Werke ein. Er skizzierte ausführlich die Biografie Wellers vom Haldenjungen über den Bergmann zur Bürokraft und schließlich hin zum kaufmännischen Privatbeamten der Firma Krupp und beleuchtete das Leben und Arbeiten der Menschen in der damaligen Zeit sowohl im Bergbau, den Erzgruben als auch in der Haubergs- oder Niederwaldwirtschaft.

Nur aufgrund seiner beruflichen Möglichkeiten konnte sich Peter Weller das recht kostspielige Hobby der Fotografie leisten, erläuterte der Laudator und so „die industrielle Entwicklung damaliger Zeit im ländlichen Raum im Bild dokumentieren – eine für uns heute unschätzbar wertvolle Bildquelle“, wie der Historiker Dr. Bartolosch weiter resümierte.

Angeregt durch das Referat Bartoloschs tauschten sich die Gäste – teilweise auch aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen als Bergleute – aus und ließen die alten Tage noch einmal durch Peter Wellers fotografischen Nachlass aufleben.

Das Saxophonquartett der Kreismusikschule Altenkirchen mit Peter Thiessen (Sopransaxophon), Juljana Hoppen (Altsaxophon), Philipp Schulze (Tenorsaxophon) und Jakob Hilberath (Baritonsaxophon) zauberte mit drei Liedvorträgen einen klangvollen Rahmen

 

Bergleute vor dem Tiefen Stollen der Grube Bindweide bei Steinebach aus der Sammlung Peter Weller des Siegerländer Heimat- und Geschichtsvereins e.V. als Neuabzug von einer originalen Glasnegativplatte von Peter Weller gefertigt in der Photographischen Sammlung/SK Kultur, Köln.

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„…ich sehe was…“

Rund 120 kulturinteressierte Gäste konnte Landrat Michael Lieber in der Kreisverwaltung Altenkirchen am 27. November 2014 anlässlich einer Vernissage begrüßen.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Kunst und Kultur im Kreishaus zeigte der Betzdorfer Künstler Erwin Rickert bis zum 16. Januar 2015 insgesamt 75 Zeichnungen, Radierungen und Aquarelle. Seiner Ausstellung gab Rickert den Titel „…ich sehe was…“ und deutet damit der auf ein bekanntes Spiel aus Kindertagen an. Der Titel soll anregen sich zum einen kritisch mit dem sichtbaren Werk auseinander zu setzen und sich zudem für die Befindlichkeiten und Empfindungen des Künstlers Erwin Rickert beim Erstellen seiner Werke, seiner Sinnsuche, Motivation und Arbeitsweise zu öffnen.

Laudator Volker Hergenhan griff diese Intention in seiner Rede auf und führte die Ausstellungsbesucher als langjähriger Wegbegleiter und Freund Rickerts in dessen Werke ein.

„Er sieht, hört, riecht, fühlt die Natur, er nimmt sie wahr mit allen Sinnesorganen. Er sucht die Motive nicht – sie finden ihn, fesseln ihn, lassen ihn nicht mehr los, bis er sie aufgenommen hat, in seinen Zeichnungen, Radierungen und Aquarellen“, so Hergenhan über den Künstler.

„Erwin Rickert ist facettenreich und so sind auch seine Werke. Er ist ein Natur-Maler, ein Natur-Philosoph, ein Natur-Lyriker und ein Natur-Pädagoge. […] Denn vor dem Hintergrund des Zustandes dieser Erde haben seine Werke einen unmittelbaren Gegenwartsbezug. Wir müssen die Rechte und die Würde der Natur als Teil unserer gemeinsamen Mitwelt sehen und achten, das ist sein Credo“, befand der Laudator weiter. Die Flötistin Susanne Ullrich aus Altenkirchen trug mit Ihren Liedvorträgen zu einer klangvollen Einstimmung bei.

In Bargteheide/ Schleswig-Holstein geboren und aufgewachsen, bekam Erwin Rickert zwar die Schrecken des Zweiten Weltkrieges mit, wuchs andererseits aber in ökologisch intakter Natur auf. Nach dem Krieg absolvierte er die Volksschule, arbeitete dann in einem Malerbetrieb und studierte nach Ablegung der Gesellenprüfung von 1958 bis 1963 an der Hamburger Hochschule für Bildende Künste, Fachrichtung „Freie Kunst“. Nach dem erfolgreichen Abschluss war Rickert als freier Grafiker und Illustrator von Büchern und Zeitungen, wie etwa „Die Welt“ und „Die Zeit“ tätig. Die Eindrücke zahlreicher Reisen durch Frankreich, Spanien, Italien und Marokko oder auch China schlugen sich in seinen Werken nieder. In den Kreis Altenkirchen kam er im Jahr 1969; nach Betzdorf und wurde Kunsterzieher am Freiherr-vom-Stein Gymnasium, wo er bis zum Ruhestand viele Schülergenerationen erlebte und auf seine Weise für die Kunst zu begeistern verstand.

Die Ausstellung in den Fluren des Altbaus der Kreisverwaltung bestätigte einmal mehr die künstlerische Schaffenskraft und kritische Auseinandersetzung Erwin Rickerts mit seiner Umwelt.

PM 415-Erwin Rickert und LR-P1010045

Der Künstler Erwin Rickert erläutert Landrat Michael Lieber seine Bilder im Foyer der Kreisverwaltung.

22-Plakat Erwin Rickert

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Fokkus(t)iert – Tiere im Blickpunkt

Eine echt tierische Ausstellung eröffnete Landrat Michael Lieber  am 2. September 2014  in Altenkirchen.

In der bekannten Reihe „Kunst & Kultur im Kreishaus“ zeigte Svenja Rothweiler vom 2. September bis zum 10. Oktober 2014 ihre Kunstwerke. Die junge Fotografin hatte unter dem Titel „Fokuss(t)iert – Tiere im Blickpunkt“ 66 Bilder ausgewählt und der Öffentlichkeit im Rahmen einer Vernissage vorgestellt.

Landrat Michael Lieber begab sich in seiner Rede auf einen kleinen Streifzug durch die Entwicklung der noch recht jungen Kunst: der Fotografie. In seiner Begrüßung betonte er, dass man die Tierliebe der Künstlerin in jedem einzelnen Foto erkenne. Mit Liebe zum Detail, setze sie die besten Freunde des Menschen, die Tiere, gekonnt fotografisch in Szene.

Auch Laudatorin Ursa Schmidt brachte die Fähigkeiten der Fotografin auf den Punkt.

Svenja Rothweiler habe sich auf das Fotografieren von Tieren spezialisiert. Sie bringe viel Herz und Leidenschaft und insbesondere eine großen Portion Geduld mit, die man bei dieser Arbeit benötige, um unvergessliche Momente der tierischen Modelle festzuhalten. Das Wohl der Tiere stehe bei der Fotografin bei ihrer Arbeit stets an oberster Stelle.

Die musikalischen Klänge des Ensemble der Kreismusikschule Altenkirchen bildeten ergänzend den perfekten Rahmen für die Eröffnung. Die Schüler Rebecca und Sebastian Padberg (beide Gitarre), Schlagzeug- und Percussionlehrer Guillermo Banz (Percussion) und der stellvertretende Leiter der Kreismusikschule Klaus Schumacher (Gitarre/Bass) verzauberten die Besucher mit drei akustischen Stücken.

 

PM 303-Ausstellungseröffnung von Svenja Rothweiler im Kreishaus

Fotografin Svenja Rothweiler (Mitte), Laudatorin Ursa Schmidt und Landrat Michael Lieber eröffneten die Ausstellung „Fokuss(t)iert – Tiere im Blickpunkt“ in den Räumen der Kreisverwaltung Altenkirchen.

21- Plakat Svenja Rothweiler

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„Anders Kunst – Kunst mal anders“

Was ist anders? Was ist normal? Für viele Menschen sind Menschen mit Beeinträchtigung anders, erscheinen nicht normal. Vielerorts sind Beeinträchtigungen noch immer ein Tabuthema.

„Anders Kunst – Kunst mal anders“ lautete der Titel der Ausstellung, bei der Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen im Fokus standen.

Aus allen Winkeln des Kreises konnten für diese Gemeinschaftsausstellung Künstlerinnen und Künstler gewonnen werden. Das Besondere daran ist, dass bei der Ausstellung Exponate von Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen, wie Demenz, psychischen Erkrankungen, Körperbehinderungen und geistigen Behinderungen, gezeigt wurden. Die Werke waren so abwechslungsreich wie die Künstler selbst. So haben sich Gruppen aus dem Alten- und Pflegeheim St. Barbara, der Jugendkunstschule Altenkirchen, der Lebenshilfe, dem Marienhaus Altenzentrum St. Josef Tagespflege „Sonnenblume“, dem Mehrgenerationenhaus – Haus der Familie „Gelbe Villa“, dem Seniorenpflegehaus Sonnenhang, der Tagespflege „Giebelwald“ und des Einzelkünstlers Alexander Deckert mit Ihren kreativen Arbeiten an der Ausstellung beteiligt.

Projektidee als Brückenschlag zum Inklusionsgedanken

Mit diesem Projekt und der Ausstellung, sollte eine weitere Brücke zwischen „anders und normal“ geschlagen werden. Menschen mit Beeinträchtigung leben inmitten der Gesellschaft und sind Teil unserer Gesellschaft, sie gehören dazu. Leider werden sie jedoch oftmals noch immer ausgegrenzt. Die Ausstellung sollte ein Stück weit enttabuisieren und erklären, dass Menschen mit Beeinträchtigung eben auch „normale“ Menschen sind, die ihren berechtigten Platz inmitten der Gesellschaft haben.

Auch Regionalleiter Hermann Roth vom RWE, das genau wie die Kreissparkasse das Projekt unterstützte, brachte sich im Rahmen der Aktion „Mitarbeiter vor Ort“ in dieses Projekt ein. Er besuchte das Seniorenpflegehaus Sonnenhang in Mehren und gestaltete gemeinsam mit den Künstlern Exponate für die Ausstellung.

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Die Künstler und Mitarbeiterinnen des Seniorenpflegehauses in Mehren präsentieren gemeinsam mit Hermann Roth einige ihrer Werke, die auch in der Ausstellung „Anders Kunst-Kunst mal anders“ vom 8. Mai bis 4. Juli in der Kreisverwaltung zu sehen waren.

Ausstellungseröffnung am 8. Mai

Die Vernissage fand am Donnerstag, 8. Mai, 18 Uhr im großen Sitzungssaal der Kreisverwaltung (Raum 111 im 1. OG Altbau) der Kreisverwaltung Altenkirchen statt.

Nach einer Begrüßung durch Landrat Michael Lieber wurde das Projekt und die entstanden Kunstwerke vorgestellt. Den musikalischen Betrag lieferte der Chor „Geradeaus“ der Lebenshilfe unter Leitung von Matthias Ludwig.

Der Fokus dieses Projektes lag darauf, einen Brückenschlag zwischen „normal“ und „anders“ herzustellen und die Grenzen zwischen „normal“ und „anders“ verschwimmen zu lassen.

Schlussendlich bleibt jedoch noch eine Frage offen:

Wer ist schon „normal“?

20-Plakat Kunst mal anders

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„Betriebsgeräusche der Seele“ – Ausstellung von Friedhelm Zöllner

„Suchende Übertragung von Wahrnehmungen in naive optische Codes“, das ist das Credo von Friedhelm Zöllner.

Rund 100 Bilder des gebürtigen Oberisener Künstlers waren vom 11. März bis zum 2014 sowohl in den Fluren der Kreisverwaltung (Parkstraße 1) als auch in der Kreisvolkshochschule Altenkirchen (Rathausstraße 13) zu sehen. Sie dokumentieren seine Liebe für Farben auf Leinwand und Seide. Dazu kam Friedhelm Zöllner über seine leidenschaftliche Verbindung zu Frankreich. Das Land, seine Landschaft und Lebensgewohnheiten inspirierten ihn kreativ zu sein: zum Schreiben und zur Malerei, insbesondere der Seidenmalerei.

Er steht in ständigem kreativem Dialog mit sich und seiner Umwelt. Er bezeichnet den Sinn seines Schaffens als „suchende Übertragung von Wahrnehmungen in naive optische Codes“. Vor allem sein globaler Blick auf die Elemente spiegelt sich in vielfältiger Weise in seinen Darstellungen, plastischen Elementen, Collagen und Skulpturen wieder. Der Betrachter gerät somit in einen Sog von Farben deren Eigenheiten  in einem strukturierenden Dialog stehen. Die Motive seiner Bilder findet Zöllner im Alltag. Gegenständliches und Abstraktes wird mit lebhaften Farben und oft in groben Formen dargestellt. Dabei geben unterschiedliche Techniken wie Spachtel-, Lasur-, Sgraffito- und Impastotechnik den Werken gleichermaßen Tiefe und Leichtigkeit.

Zöllner absolvierte nach dem Abitur und der Bundeswehr ein Pädagogikstudium. Danach begann er im Schuldienst in Altenkirchen, war zuletzt Leiter der Hauptschule. Von 1990 bis 2006 war er in der Schulaufsicht in der damaligen Bezirksregierung und dann in  der ADD tätig. Ab 2006 bis zu seiner Pensionierung hat er als Leitender Regierungsschuldirektor in der Agentur für Qualitätssicherung, Evaluation und Selbstständigkeit von Schulen (AQS) zunächst in Mainz, dann in Bad Kreuznach 120 Schulen evaluiert. Er ist Mitherausgeber und Autor mehrerer Fachzeitschriften und Mitglied in verschiedenen wissenschaftlichen und politischen Gremien.

Die Vernissage fand am Dienstag, 11. März, 18 Uhr im Foyer der Kreisverwaltung Altenkirchen statt. Nach einer Begrüßung durch Landrat Michael Lieber übernahmen Volker Vieregg sowie der Aussteller selbst im Dialog die Einführung in die Werke. Musik, Klangfarben und Geräusche zum Thema wurden von Eva Zöllner am Akkordeon und Stefan Kohmann am Schlagzeug gestaltet.

19-Plakat Friedhelm Zöllner

 

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