Von der Eisengewinnung bis zur Selbstliebe – Werkstoff Stahl in Kunst und Region

Ab dem 6. April ist es wieder soweit: Die beliebte Ausstellungsreihe „Kunst und Kultur im Kreishaus“ wird von den beiden Künstlerinnen Patricia Vogler und Ursula Paul aus Wiesbaden mit ihren Kunstwerken auf Stahl fortgesetzt.

Als Titel für die Ausstellung haben sie „Von der Eisengewinnung bis zur Selbstliebe – Werkstoff Stahl in Kunst und Region“ gewählt, der mehrdeutig zu interpretieren ist und gleichzeitig auf „räumlicher“ Ebene genau das Konzept trifft. Beide Künstlerinnen gestalten ihre Werke auf dem Untergrund Stahl, der auch für den Landkreis Altenkirchen als ehemaliger Montanindustrie-Kreis und aktuelle Metall-Region prägend ist.

Dazu sind die kraftvollen Kunstwerke unter dem Begriff Selbstliebe zusammengefasst. So wie die Liebe die Grundlage der Sozialisation ist, ist der Stahl die Grundlage der modernen Zivilisation. Stahl, das kalte Metall hat heiße Gemeinsamkeiten mit der Liebe. Stahl wird unter hohen Temperaturen aus Eisen erzeugt, verbindet sich mit anderen Elementen zu Neuem. Er ist ein Synonym der Industrialisierung, der in den Bildern bewusst mit der Liebe zu sich selbst verknüpft wird.

Dazu hat der Kreisarchivar aus Altenkirchen, Jacek Swiderski ergänzend Text-Tafeln erarbeitet, auf denen zwischen den Kunstwerken u. a. eine Darstellung über die zeitlichen Abläufe der Bergbaugeschichte sowie ein Überblick über die verschiedene Stationen und Akteure der Eisengewinnung im Kreis Altenkirchen dargestellt wird. So verweben sich die „Kunst auf Stahl“ mit der Bedeutung des Stahls für die Region und bilden einen guten Einklang.

Beide Künstlerinnen sind seit vielen Jahren freie Malerinnen. Patricia Vogler, Jahrgang 1964, war an der Abendschule der Städelschule für Bildende Kunst. Sie hat in Frankfurt an der Academy of Visual Arts und in Sydney am Raffles College of Design and Commerce Multimedia Design studiert. Sie arbeitet im Marketing und ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet. Ursula Paul leitet engagiert die Online Galerie „Kunstvertrieb mit Herz“. Sie schätzt und liebt die Natur leidenschaftlich und fühlt sich wohl in ihrer freudvollen Welt der natürlichen Farben.

Zusammen entwickelten die beiden Künstlerinnen den Malstil „form signs intuitive“. Dieser Begriff umfasst Malerei, die zweckorientiert ist und der Intuition des Künstlers folgt. Das Bild soll beim Betrachter Impulse auslösen: Neugier, Wohlbefinden, Spiegelung des psychischen Zustands, Interpretation, Aktivierung der Selbstheilungskräfte. Zum Entstehungsprozess gehört die Vorbereitung grundsätzlich dazu. Patricia Vogler verbindet sich gezielt durch Meditation mit dem Zweck oder der Person. Diese „participation mystique“ erlaubt einen Zugang zu Informationen, die in Form und Farbe künstlerisch und einzigartig umgesetzt werden. Die visuelle Kommunikation funktioniert klarer, unbewusster und individueller als Sprache. Das Wahrnehmen und Erkennen besteht aus zwei Komponenten: objektiv und subjektiv. Wo Bedarf, Bereitschaft und Offenheit ist, wird vorsichtig und umsichtig ein Prozess ausgelöst.

Die Ausstellung wird vom 6. April bis zum 19. Mai 2017 in den Fluren im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss des Altbaus der Kreisverwaltung Altenkirchen, Parkstraße 1, 57610 Altenkirchen gezeigt und kann während der Öffnungszeiten besucht werden.

Diese sind: Montag bis Mittwoch von 7.30 bis 17.30 Uhr, Donnerstag von 7.30 bis 18.00 Uhr und Freitag 7.30 bis 13.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die Vernissage findet am 6. April, um 19 Uhr in der Kreisverwaltung Altenkirchen statt. Interessierte sind herzlich eingeladen. Die Anmeldung kann per E-Mail an annemarie.schmalz@kreis-ak.de oder telefonisch unter 0 26 81- 81 20 36 erfolgen.

 

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